Nun ist es an der Zeit, uns auch einmal vorzustellen.
Ich bin 1977 geboren und wohne mit meiner Tochter Felicity Sky (geb. 2008) und unseren sieben Basenjis(Aragorn, Amber, Troy, Casia, Demian, Skadi und Jim) im idyllischen Löbnitz a.d. Linde, an der A14, zwischen Magdeburg und Leipzig. Ich studiere in Würzburg Rechtswissenschaften, Europäisches Recht, Soziologie und Politik, wobei ich gerade meine Magisterarbeit in Soziologie eingereicht habe. Ich habe lange in einer Firma gearbeitet, die einen Metallzaun aus Polen Herstellt von http://www.janmet-metallzaeune.de und ich kann diese Firma jedem empfehlen.

Wie wir gerade auf den Basenji gekommen sind:

Ich habe als Kind einmal eine Dokumentation auf einem englischen Sender gesehen, die auch heute ab und zu noch läuft. Es ging um die Hunde dieser Welt.

Es wurde dort auch der Dingo und die ihm verwandten, halbwegs domestizierten Rassen, vorgestellt. Ich war ganz angetan und wollte das erste Mal in meinem Leben einen Hund haben, denn ich hatte die Basenjis kennengelernt.

Da war er nun, der Basenji. Nicht einfach ein Hund, sondern etwas ganz Besonderes. Eine hunderte, wenn nicht tausende Jahre alte Rasse. Nie wirklich domestiziert, wie andere Arbeitshunde und so wunderschön. Die Eleganz und Anmut des Basenji hat mich gefesslt und mir war klar, wenn ich eines Tages ausziehe möchte ich einen Basenji haben.
Ich weiß nicht mehr, wie alt ich genau war aber ich denke ca. 11.

Einige Jahre später zog ich dann in meine erste eigene Wohnung. Ich hatte die Möbel gerade alle dort, als ich auch schon auf dem Weg ins städtische Tierheim war. Mal nach nem Hund schauen, denn den Basenji hatte ich schon fast vergessen. Alle Hunde dort waren mir jedoch zu “hundig” und da unser Kater viele Jahre zuvor an Leukose verstorben war entschied ich mich eine Katze zu mir zu nehmen. Ich fand ein wunderschönes Geschwisterpaar EKH, die wenige Tage später bei mir einzogen.

Damals hatte ich nun also meine Katzenkinder aber bei den sonntäglichen Besuchen in der Stadtbücherei fiel mir eines Tages ein Hundebuch in die Hände und darin fand ich den Basenji. Ich hatte schon einige Bücher durchgesehen aber diese besondere Rasse nie gefunden. Die Katzen waren schon zwei Jahre bei mir und ich dachte, wenn es möglich wäre einen Welpen zu bekommen, dann würde er sich bestimmt gut in unsere kleine Familie einfügen.

So begann die Suche. Die einzige Adresse und Telefonnummer, war die des damaligen Vorstands. Ich rief an und hinterließ mehrere Nachrichten auf dem AB als ich dann endlich jemanden ans Telefon bekam wurde ich schwer enttäuscht. Man sagte mir es gebe keine Welpen mehr, die Rasse sei sehr selten, teuer und exclusiv. Nun, man könnte jedoch einen befreundeten ausländischen Züchter fragen und würde sich wieder melden. Der Anruf kam nie.

Nachdem ich viele Wochen wartete und selbst versuchte die Leute zu erreichen war ich enttäuscht und scheinbar am Ende meiner Suche, es gab ja noch kein Internet… aber die Auskunft. Ich rief dort an und fragte, ob es irgend etwas zum Basenji gibt. Nichts, aber auch gar nichts. Aber die nette Dame war gerne bereit mal unter Hundezucht etc. zu schauen und tatsächlich, es gab den VDH. Aber da war das eine Problem, mir wurde ja gesagt es gibt keine Welpen in Deutschland… aber vielleicht im Ausland.
Na dann. Ich habe um alle auffindbaren Kennelklubs der deutschen Nachbarländer gebeten und für Polen, Österreich und Dänemark auch Antwort erhalten. Zuerst versuchte ich Österreich. Tatsächlich wurde mir mitgeteilt es gäbe eine Züchterin und man gab mir ihre Nummer. Leider konnte ich auch dort immer nur den AB erreichen. So, dann eben Dänemark. Und wirklich – ich habe Lisbeth erreicht. In gebrochenem Englisch erfuhr ich, dass sie zwei Würfe hat. Tricolor, schwarz/weiße und rote Welpen. Die Kleinen waren gerade ein paar Tage alt. Von nun an gingen fast täglich Briefe hin und her. Ihr Vater hatte seinen ersten Basenji aus Deutschland und daher noch deutsche Briefe über das Wesen der Rasse, die sie mir in Kopie schickte. Zudem bekam ich viele Fotos der Eltern und der Babys. Als diese dann vier Wochen alt waren fuhr ich das erste Mal nach Dänemark, bzw. Seeland. Ich war so aufgeregt, würde ich doch endlich die Basenjis und die Welpen live zu sehen bekommen.

Ich wurde stürmisch empfangen. Alle Hunde sprangen an mir hoch und jodelten. Was für ein Geräusch, aber die größte Überraschung war die Größe der Hunde. Ich habe mir mit Zentimertermaß versucht vorzustellen, wie groß sie denn sein würden aber sie waren viel kleiner und eleganter als angenommen. Ich war sofort verliebt. Whitte, Donna, Faron und Boo hatten mich schwer beeindruckt und Lisbeth war so freundlich und hieß mich, wie eine alte Freundin, willkommen.
Und dann die Babys. Unglaublich. Bis heute denke ich, dass 4-8 Wochen alte Basenjis mit die schönsten Tierkinder der Welt sind. Sie sind schon jetzt elegant und nicht so tapsig wie andere Welpen aber wahnsinnig neugierig und so voller Lebensenergie, dass man kaum von ihnen lassen kann.
Ich blieb für drei Tage dort und hatte viel Zeit mit Lisbeth zu reden. Eigentlich wollte ich unbedingt einen rot/weißen Rüden bevor ich die Kleinen gesehen hatte aber ich habe mich direkt in Paloma, eine schwarz/weiße Hündin, verliebt. Die Züchterin sagte mir, sie sei außergewöhlich sanft und kuschelig. Lisbeth fragte mich dann, ob ich die Kleine einmal ausstellen wollte. “Ausstellen? Was macht man da?” Ich hatte keine Ahnung. Nachdem sie mir erklärt hatte, worum es ging lächelte ich und sagte, nein ich würde nur ein neues Familienmitglied wollen. Zucht? Ausstellung? Nein danke.
Meine Wahl war gefallen. Es sollte Paloma sein. Paloma – die Taube- das Friedenssymbol für einen so sanften Welpen. Perfekt!

Nach vier extrem langsam verstreichenden Wochen fuhr ich das zweite Mal nach Dänemark um Lömi abzuholen. Auf der Heimfahrt hat sie einmal kurz geweint und dann den ganzen Weg fest geschlafen. Wieder zu Hause zerstreuten sich alle Zweifel, ob denn die Katzen den Neuankömmling mögen. Sie waren vom ersten Tag an ein Herz und eine Seele.

Zwischenzeitlich wurde ich auch Mitglied im Deutschen Basenjiklub, zu dem ich endlich auf einer Ausstellung in Saarbrücken, zu der ich als Besucher fuhr, Kontakt bekam. Durch eine Klubschau in Trechtingshausen infizierte ich mich dann auch mit dem schwer heilbaren Ausstellungsvirus und obwohl Paloma nicht sehr gut abschnitt, ging ich nun regelmäßig auf Shows und freute mich um so mehr über die ersten Anwartschaften. Ich mußte feststellen, das es kaum schwarz-weiße Basenjis gab und zu dieser Zeit keinen einzigen Züchter. Mir tat dies leid, da die schwarz-weißen einen besonderen Charakter zu haben scheinen und mit der Zeit wuchs der Gedanke einen Wurf großzuziehen.

Später nahmen wir Palomas Sohn Aragorn zu uns. Aber die wichtigste Regel eines Basenjibesitzers lautet: Ein Basenji bleibt selten allein.
So gesellte sich Amber (Thai of Swala Pala) zu unserer Familie dazu. Steve hat den Pummel selbst ausgewählt. Wir hatten Aragorn bei Freunden gelassen, während wir Amber in Rouen abholten um ihm die lange Fahrt zu ersparen. Als wir mit der Kleinen nach Hause kamen war er außer sich vor Freude und Amber hatte fürchterliche Angst vor dem großen schwarzen Rüden, lief schreiend davon und versteckte sich unter den hängenden Leinen. Steve sah mich an und fing laut an zu lachen als er sich daran machte Amber zu beruhigen. Was für ein Willkommen.
Wir mußten Aragorn langsam beibringen, dass Amber bei uns bleibt und er sie nicht so stürmisch angehen darf. Er war so begeistert von ihr und auch Amber fand immer mehr Gefallen an Aragorn. Heute sind beide unzertrennlich. Amber war der fröhlichste Welpe, den ich jeh gesehen habe. Sie jodelt und wedelt, was das Zeug hält. Selbst die Richter auf ihren ersten Ausstellungen hat sie angejodelt.

Zu unserer großen Freude durfte Aragorn 2004 das erste Mal decken und wir entschlossen uns seine Tochter Troy zu uns zu nehmen.

Am 30. Dezember´04 wurde dann der erste “Old Legend´s” Wurf geboren. Amber und Aragorn waren die Eltern und die Welpen haben sich traumhaft entwickelt. Wir sind unglaublich stolz auf die Kleinen und ihre Erfolge. Sie werden von ihren neuen Familie gehegt, gepflegt und sehr geliebt.

Für mich wurde ein Traum wahr und nach all den Jahren kann ich mit Blick auf unsere Welpen nur sagen – was lange währt, wird endlich gut.

update Juni 2009:

Nach Troy haben wir Casia im Sommer 2006 zu uns genommen. Ich hatte mich schon etwas länger nach einem Mädchen umgesehen und als ich die Fotos von Casia, die gerade zwei Tage alt war, gesehen habe war mir klar, das ich versuchen werde sie zu uns zu nehmen. Casia hat einen so wundervollen Kopf, ganz im alten Typ stehend. Mit den wundervollsten kleinen und sehr dunklen Augen, kleinen Öhrchen und einem bezaubernden Faltenwurf. Ihr Pedigree ist extrem interessant und einige ihrer Ahnen sind Basenjis, die ich schon immer sehr gemocht habe. Besonders ihr Opa Bugga ist einer meiner absoluten Favoriten.

Die Züchterin Mila war so gut uns Casia zu überlassen und so habe ich mich auf den Weg nach Tschechien gemacht um die Maus abzuholen. Sie hat sich vom ersten Tag an gut bei uns eingelebt, obwohl Casia etwas mehr Basenji ist, als der Rest des Rudels. Anfangs hat sie ein wenig Zeit gebraucht sich mit Fremden anzufreunden. Gerade durch Ambers frohes und offenes Wesen und unsere vielen Besucher und Freunde hat auch Casia schnell gelernt Vertrauen zu fassen und heute ist auch sie völlig aus dem Häuschen, wenn Besuch kommt und hüpft jodelnd und wedelnd um die Leute herum.

Auf Ausstellungen hat sie sehr souverän ihre ersten Jugendchampionate erringen können. Leider konnt ich sie 2008 nicht ausgestellen, weil es mir gesundheitlich nicht gut ging aber diesen Sommer wird sie erneut ihr Glück im Ring versuchen und ich hoffe die sehr lange Pause wird sich nicht allzu deutlich bemerkbar machen.

Casia hat sich zu einer ganz bezaubernden kleinen Hündin entwickelt auf deren ersten Wurf wir schon mit Spannung warten.

Seit 2004 sind in unserer Familie fünf Basenji Würfe geboren worden, die Welpen haben sich alle zu unserer größten Zufriedenheit entwickelt und sind geliebte Familienmtglieder ihrer neuen Besitzer. Zudem sind sie sehr erfolgreich auf nationalen und internationalen Ausstellungen unterwegs und haben selbst schon Kinder und Kindes-Kinder.

Wir sind extrem stolz auf unsere wundervolle Nachzucht, die sich durch vorzügliche Typen und Charaktere auszeichnet und freuen uns auf eine erfolgreiche Zukunft der Kleinen.

Ende 2007 hatten wir uns entschlossen OL Demian aus Ambers drittem Wurf bei uns zu behalten. Dieser Wurf ist der erste deutsche Basenjiwurf, der nach künstlicher Befruchtung das Licht der Welt erblickt hat. Der Aufwand war groß, hat sich aber tausendfach gelohnt.

Schon bei der Geburt der Welpen hat Steve entschieden, das einer der Rüden bei uns bleiben wird. Ich hätte natürlich gerne eins der Mädchen behalten, aber Steve war adamant und da Dojo zu guten Freunden von uns ziehen würde ist unsere Wahl auf Demian gefallen. Er ist der Kleinste und einer der elegantesten der Welpen des Wurfs und war im Welpenalter ein Abziehbild seines Vaters Pi. Nun ähnelt er auch seiner Mutter Amber, gerade charakterlich hat er sehr viel von ihr und wir lieben den kleinen Mann abgöttisch. Der gesamte D-Wurf ist eine wahre Freude und auf Ausstellungen so erfogreich, wie man es sich nur wünschen kann. Die ersten der D´s sollen dieses Jahr in die Zucht gehen und wir freuen uns so sehr auf unsere Enkel!

Nur wenige Tage nach dem D-Wurf hat Troy Töchterchen Enya, auch nach künstlicher Befruchtung, zur Welt gebracht. Enya war der einzige Welpe des E-Wurfs und ist eine extrem zierliche und elegante Hündin geworden. Enya ist sehr hochbeinig und hat einen super kurzen Rücken. In ihrer Eleganz entspricht sie ganz dem Gedanken, das Basenjis wie kleine Rehe wirken sollen. Ich finde sie ganz bezaubernd und über Papa Chip besitzt sie eines der seltensten Pedigrees. Enya ist also wirklich einzigartig und auch sie erwartet Ende 2009 ihre ersten Welpen.

Das großartigste Ereignis der letzten Jahre war und bleibt jedoch die Geburt unserer Tochter “Felicity Sky” am 02. Oktober 2008.

Zuerst war ich etwas skeptisch, wie die inzwischen fünf Basenjis sich ihr gegenüber verhalten werden. Aber alle Sorge war vollkommen unbegründet. Unsere Basenjis waren vollkommen aus dem Häuschen, als Felicity nach Hause gekommen ist. Besonders Amber hat all ihren Mutterinstinken freien Lauf gelassen und sich gekümmert und besorgt geschaut, wenn Fee einmal geweint hat. Aragorn wollte direkt mit ihr spielen und so mussten wir alle ersteinmal beruhigen und ihnen klar machen, das Fee noch zu klein für all diese Dinge ist.

Es war herzerweichend zu sehen, was für eine Bindung zu Felicity die Fünf vom ersten Tag an hatten. In den nächsten Wochen haben sie sich an ihre Anwesenheit gewöhnt und gelernt zu akzeptieren, das sie noch klein ist.

Inzwischen rollt Felicity fröhlich umher und strahlt die Basenjis an wie ein Honigkuchenpferd, wenn sie zu ihr kommen. Felicity liebt ihre Basenjis sehr und mag sie streicheln und rollt zu ihnen, wenn sie in den Körbchen schlafen. Inzwischen ist es soweit, das die Hunde ihren Teil gelernt haben. Sie sind sanf und vorsichtig mit Fee und nun ist unsere Tochter alt genug “hunde-freundlich” erzogen zu werden. Sie lernt das sie nicht nach den Hunden greifen und sie zwicken darf, das Streicheln aber super schön ist und auch mit den Hunden gekuschelt werden darf. Natürlich immer nur, wenn wir dabei sind. Die Basenjis und unsere Kleine sind NIE unbeobachtet alleine. Vorsicht ist besser als Nachsicht und auch wenn wir den Hunden vollauf vertrauen sind wir als Eltern alleine dafür verantwortlich die Situation zu überwachen und eventuelle Konflikte zu vermeiden.

“Kinder lieben Basenjis und Basenjis lieben Kinder sogar noch mehr und beide sind einander ausdauernde und liebevolle Spielgefährten. ”

Ende 2009 soll es bei uns wieder Welpen geben und gerade wenn die Welpen aktiv werden, sollt auch Felicity das Laufen gut beherrschen. Ich denke uns steht eine anstrengende aber wundervolle Zeit ins Haus. 😉