Auf dieser Seite möchte ich ihnen die Rasse Basenji einmal genauer vorstellen. Bevor ich jedoch zu Ursprung und Rassestandard komme möchte ich über diesen Link zu einem Text verweisen, der ihnen sehr behilflich sein wird bei der Entscheidung:

"Ist ein Basenji das richtige Familienmitglied für mich?!" - Der Basenji pro und contra

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Geschichte und Ursprung

Der Basenji wird als eine der ältesten Hunderassen angesehen. Fünf tausend Jahre alte ägyptische Reliefs, die in den Gräbern der Pharaos gefunden wurden, zeigen Abbildungen dieser Rasse. Es wird angenommen, das die Hunde als Geschenke, aus Zentral Afrika, an den Pharao gegeben wurden.

Bis ins späte 19.Jahrhundert, lag die Hauptaufgabe der Basenji darin den afrikanischen Stammesleuten bei dem Treiben und der Jagd auf Niederwild zu assistieren. Sie waren und sind immer noch exzellente Rattenfänger, die die Dörfer von Ungeziefer frei halten. Als britische Entdecker die Stämme und ihre Hunde entdeckten wurde der Basenji nach Europa exportiert und dort ein beliebtes Haustier.

Heutzutage ist der Basenji immer noch als Arbeitstier in Afrika anzutreffen.Sie helfen ihren Besitzern bei der Jagd indem sie Niederwild aufscheuchen und in, zwischen Bäumen, gespannte Netze treiben.

Bis 1987 stammten alle Basenjis außerhalb Afrikas von ursprünglich nur 12 Hunden ab. Züchter und Liebhaber dieser Rasse fingen an sich über den eingeschränkten Genpool Sorgen zu machen und eine Expedition nach Afrika wurde geplant. Zwischen 1987 und 1988 reiste eine Gruppe Amerikaner nach Zaire und brachte 14 Basenjis zurück. Diese Hunde wurden bei amerikanischen Zuchtverbänden registriert und dienten zur Auffrischung des Genpools mit dem Ziel das Risiko genetische bedingter Erkrankungen zu minimieren.

Die wohl bemerkenswerteste Eigenheit des Basenji ist seine Unfähigkeit zu Bellen. Die äußern stattdessen ein Geräusch, das einer Mischung aus Graulen und Heulen (Jodeln)ist.

Erscheinungsbild und Größe

Der Basenji ist ein mittelgroßer bis kleiner Hund, der in seiner Eleganz sehr stark an ein kleines Reh erinnert. Sein Körper ist kompakt mit Stehohren und geringelter Rute. Seine in tiefe Falten gelegte Stirn gibt ihm einen Ausdruck von Würde und sein Fell ist kurz und seidig glänzend. Die weitverbreitteste Farbe ist rot-weiß, allerdings gibt es den Basenji auch mit den Farbschlägen schwarz-weiß, tri-color und brindle.

Ein erwachsener Basenji ist zwischen 40 und 43cm groß und wiegt zwischen 9 und 12 kg.

Persönlichkeit

Der Basenji ist ein intelligenter und bewegungsfreudiger Hund. Er ist sehr verspielt und aktiv, hat aber nicht die Hibbeligkeit anderer kleinerer Rassen sondern ist im Haus eher ruhig. Zudem putzen sie sich ausgiebig. Viele Leute vergleichen das Verhalten eines Basenji mit dem einer Katze und genau wie Katzen sind auch Basenjis eher unabhängig, bleiben aber nur ungern alleine.

Haus und Familienanschluss

Der Basenji ist ein liebevoller Hausgenosse aber nicht immer die ideale Wahl für Familien mit sehr kleinen Kindern. Wenn er jedoch gut sozialisiert und erzogen ist passt ein Basenji durchaus in eine Familie mit älteren Kindern. Da er Fremden gegenüber oft abwartend ist zeigt er seinem Besitzer durch seine Vielfältige Lautgebung und Aufmerksamkeit das Nähern von Fremden an, sei es an der Leine oder im Haus. Der Basenji ist aber kein Wachhund im eigentlichen Sinn und eignet sich schon gar nicht als Hofhund.

Training

Ich möchte einige Zitate über das Training von Basenji aus einem Buch von Veronica Tudor-Williams (1954), einer der ersten Basenji-Züchter, hier im Original wiedergeben. Es ist außer Frage, das ein Basenji besonderen Fingerspitzengefühls bedarf um erzogen zu werden und gehorsam zu sein. Das er oft als schwer erziehbar dargestellt wird zeigt vielleicht nur, das die Besitzer und Trainer dieser Hunde sich nicht genug auf sie einlassen. Der Basenji ist ein lernfreudiger, extrem intelligenter Hund. Dennoch bergen seine nahezu unstillbare Neugier und der deutliche Jagdtrieb Gefahren. Ein Basenji kann und muß zumindest gelegentlich abgeleint laufen, allerdings ausschließlich in sicherem Gelände, d.h. das keine Straßen oder Schienen einsehbar sein dürfen! Vertrauen und Einfühlungsvermögen seitens des Besitzers ab dem ersten Tag sind unerläßlich damit der Welpe das Folgen als normal erlebt.

Die Zitate stammen von renomierten Hundetrainern aus den USA und England.

Mr. A. Phemister:

" Obedience has done a great deal for the dog game, and it has done much for the Basenji breed. The Basenji is very adept to any kind of training, whether it be for hunting, obedience or just the ordinary house training. I have trained many Basenjis during the years [...] and each Basenji has reacted beautifully. enjoying his training and the close association that goes with it. Ch Phemister´s Simba [...] did give us a great thrill when at the Manchester, New Hampshire, all breed and obedience show he won the highest score of all breeds of dogs- in all classes. He won a score of 198 1/2 out of a possible 200."

Mr. R. Fleming:

"I have trained many different breeds of dogs in my carreer as obedience trainer, but the dog which gives me the greatest pleasure to handle is the Basenji. Unlike most dogs, they are utterly independent little creatures, and one has as it were the raw material to make or mar; and careless handling can indeed ruin an otherwise excellent worker."

"I have found the Basenji reacts most favourably in training if controlled solely by the voice, which means that corporal punishment is completely cut out, and only stern vocal correction given, and always lots and lots of encouragement."

Spezielle Anmerkungen

Der Basenji mag es nicht über einen längeren Zeitraum, ohne Beschäftigung, alleine gelassen zu werden. Basenjis sind intelligente Hunde, die geistige Anregung brauchen um destruktivem Verhalten vorzubeugen. Die Hündinnen dieser Rasse haben in der Regel nur eine Läufigkeit pro Jahr, im Vergleich zu normal zweien bei anderen Rassen. In den letzten Jahren gibt es jedoch den Trend, das mehr und mehr Basenji Hündinnen nun auch zwei Zyklen pro Jahr durchlaufen, dennoch wird die Mehrzahl der Welpen zwischen Oktober und Dezember geboren.

Bekannte Erkrankungen und Fehlbildungen

Der Basenji ist eine sehr ursprüngliche und gesunde Rasse bei der nur wenige Erkrankungen bekannt sind. Ab und zu treten "Fanconi", eine Nierenerkrankung, und "Progressive Retina Atrophy" (PRA) auf. Für Fanconi gibt es jetzt einen Linked Marker DNA Test, mit dessen Hilfe betroffene Hunde idenifiziert werden können.

Mehr zu den Gesundheitsthemen unter: Gesundheitsspiegel

Das Durchschnittsalter eines Basenji liegt bei 12 bis 14 Jahren.

FCI Standard Nr. 43

 

Ursprungsland Zentrales Afrika, Patronat England.
Datum der Publikation des gültigen Originalstandards: 25.11.1999
Klassifikation FCI: Gruppe 5; Spitze und Hunde vom Urtyp
Sektion 6 Urtyp. Ohne Arbeitsprüfung

Allgemeines Erscheinungsbild
Leichtgebautes, feinknochiges Tier mit aristokratischem Ausdruck, hochläufig im Vergleich zu seiner Körperlänge, immer ausgeglichen, achtsam und intelligent.
Faltenreicher Kopf mit Stehohren, stolz auf einem gut gebogenen Hals getragen. Die tiefe Brust geht aufwärts in eine deutliche Taillie über. Die Rute ist eng gerollt. Dies ergibt das Bild eines wohlproportionierten Hundes von gazellenartiger Eleganz.

Besonderheiten
Bellt nicht, ist aber nicht stumm. Seine typische Lautgebung besteht aus einer Mischung von glucksendem Lachen und Jodeln. Bemerkenswert ist seine in jeder Weise große Reinlichkeit.

Charakter
Eine intelligente aber liebevolle Rasse. Kann Fremden gegenüber reserviert sein.

Kopf und Schädel
Flach gut ausgeformt und von mittlerer Breite, sich zur Nase hin verjüngend mit schwach ausgeprägtem Stop. Distanz vom Hinterhauptbein bis zum Stop etwas länger als vom Stop zur Nasenspitze. Die seitlichen Schädellinien verjüngen sich allmählich zum Fang hin, wodurch sich eine ausgewogene Backenlinie ergibt. Feine und reichlich vorhandene Falten bilden sich auf der Stirn, wenn die Ohren aufgerichtet sind. Seitliche Faltenbildung wünschenswert, jedoch nicht übertrieben bis zur Wammenbildung. Die Falten sind bei Welpen deutlicher sichtbar. Bei dreifarbigen Hunden ist die Faltenbildung aufgrund der Schattenbildung weniger deutlich erkennbar. Schwarze Nase wünschenswert.

Augen
Dunkel, mandelförmig, schräg gesetzt und in die Ferne gerichtet. Ausdruck ziemlich unergründlich.

Ohren
Klein, spitz, aufrecht und leicht haubenförmig, von feiner Struktur, ziemlich weit vorne auf dem Kopf angesetzt. Die Ohrenspitzen liegen näher zur Schädelmitte als der äußere Ohrenansatz.

Gebiss
Kräftige Kiefer mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.

Hals
Kräftig und von guter Länge, ohne dick zu sein. Wohlgeformt und am Kehlansatz etwas voll, mit einem eleganten Bogen die Kammlinie betonend. Gut zwischen den Schultern gesetzt, unterstreicht er die stolze Haltung des Kopfes.

Vorhand
Schultern gut zurückliegend, muskulös aber nicht überladen. Die Ellenbogen liegen am Brustbein an. Von vorne betrachtet bilden die Ellenbogen mit den Rippen eine Linie, die sich entlang der Läufe bis zum Boden fortsetzt, wodurch eine mittelbreite Front entsteht. Die Vorderläufe sind gerade, mit feinen Knochen und einem sehr langen Unterarm. Vordermittelfuß von guter Länge, gerade und beweglich.

Gebäude
Ausgewogen, mit kurzem, geraden Rücken, Rippen gut gewölbt, tief und oval. Die Lendenpartie ist kurz, der tiefreichende Brustkorb geht aufwärts in eine deutliche Taille über.

Hinterhand
Kräftig und muskulös, Sprunggelenke tiefstehend, weder ein- noch ausgedreht, lange Unterschenkel mit mittelmäßig gewinkeltem Kniegelenk.

Pfoten
Klein, schmal und kompakt mit dicken Ballen, gut aufgeknöchelten Zehen und kurzen Nägeln.

Rute
Hoch angesetzt, wobei die Sitzbeinkurve über den Rutenansatz hinausragt. Dies unterstreicht den ausladenden Eindruck der Hinterhand. Über der Wirbelsäule gut eingedreht, und mit Einfach- oder Doppelrolle eng an einem Oberschenkel angelegt.

Gangart/Bewegung
Läufe werden mit flinkem, langem, ermüdungsfreien und schwingendem Schritt gerade nach vorne bewegt.

Haarkleid
Kurz, glänzend und dicht, sehr fein. Die Haut ist sehr geschmeidig.

Farbe
Rein schwarz und weiss; rot und weiss; schwarz, lohfarben und weiß mit lohfarbenen "Melonenkernen" (kleine Abzeichen über den Augen), lohfarbenem Fang und lohfarbenen Backen, schwarz, lohfarben und weiss;
gestromt: schwarze Streifen auf rotem Grund, je klarer die Streifen abgesetzt sind, desto besser.

Das Weiss soll an Pfoten, Brust und Schwanzspitze sein. Weiße Läufe, Blesse und ein weißer Halsring sind fakultativ..

Größe und Gewicht
Ideale Grösse bei Rüden 43,2 cm Widerristhöhe
bei Hündinnen 40,6 cm Widerristhöhe
Ideales Gewicht bei Rüden ca.11,0 kg
bei Hündinnen ca.9,5 kg

Fehler
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkte sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Anmerkung
Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.

Zusammenfassung
Der Basenji ist ein quadratisch aufgebauter Hund von elegantem Äußeren und mittlerer Grösse. (Hündin ca. 40,6 cm, Rüde 43,2 cm; Gewicht 10 bzw. 11 kg.). Zu seinen Besonderheiten zählen: er kann nicht bellen, ist aber nicht stumm. Sein Schwanz ringelt sich und wird auf einer Seite der Kruppe eng aufliegend getragen. Die von feinen rautenförmig in Falten gelegte Stirn wird geziert von aufrecht stehenden spitzen Häubchenohren. Er putzt sich wie eine Katze, hat keinen typischen Hundegeruch und seinem Temperament entsprechend fordert er viel Auslauf. Fremden gegenüber kann der Basenji sehr reserviert sein.

 

Sport & Spaß:

Agility:

Coursing:

Bahnrennen:

Spaziergänge:

Obedience:

Welpentreffen:

Farben:

rot-weiß

schwarz-weiß

brindle-weiß

tricolour:

Der Basenji - The Basenji